Projektionen einfangen: Die Pico-Beamer

von Stefanie Plappert

ROT. Eine Filminstallation im Raum ist ein Erfahrungsraum, der sich der Wirkung der Farbe Rot im Film widmet. Zu sehen sind Ausschnitte aus fertigen Filmen – aber was passiert hinter den Kulissen, bei der Filmproduktion, was sind die vorausgehenden Überlegungen zur Erzeugung von Farbe und damit Wirkung?

Antworten aus unterschiedlichen Perspektiven bieten die Bodenprojektionen im Ausstellungsraum, die das Publikum mit der Arbeit verschiedener filmischer Gewerke in Kontakt bringen. Filmschaffende aus den Bereichen Kostümbild, Maskenbild und Set-Design berichten von ihren Erfahrungen mit Farbgestaltung und ihren eigenen Konzepten und Ideen.

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DAS ROT DER MASKEN UND KOSTÜME

Ganz im Zeichen der aktuellen Sonderausstellung ROT im Film steht die Nacht der Museen am Samstag, 6. Mai, für die das Deutsche Filmmuseum auch die Quizshow „Alles auf Rot!“ organisiert. Dabei dreht sich alles um die farbliche Gestaltung von Filmkostümen, Masken und mehr. Das Erscheinungsbild von Filmcharakteren hat großen Einfluss darauf, wie diese wahrgenommen und erinnert werden. Auch die Farbgebung spielt hierbei eine Rolle, und wenn rote Kleidungsstücke, ein unverkennbarer „Rotschopf“ oder auch ein von roten Narben gezeichnetes Gesicht auf der Leinwand erscheinen, transportieren diese visuellen Reize meist eine Botschaft, bereiten das Kinopublikum auf den weiteren Verlauf der Handlung vor oder unterstreichen Stimmung und Charakter der Person.

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Zur Eröffnung von ROT

Einführung von Kuratorin Stefanie Plappert

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste,

erlauben Sie mir, die Verantwortung für eine Einführung abzugeben: folgen Sie einigen Betrachtungen zu Rot im Film – angestellt durch Filmschaffende unterschiedlichster Couleur. Sie werden Ihnen die Hintertür zur Ausstellung öffnen:

Im Jahr 1931 zensierte die Oberprüfstelle aus politischen Gründen eine rote Fahne im sozialdemokratischen Agitationskurzfilm INS DRITTE REICH (DE 1930/31, Karl Holtz, Alois Florath). Dass die “allegorische Gestalt der Republik … mit roter Fahne bewehrt“ Missstände anprangert, sei der “gegenwärtigen Staatsform abträglich und daher ebenfalls geeignet, die öffentliche Ordnung zu gefährden“, so die Begründung[1]. Interessant ist neben der politischen Fehleinschätzung dabei vor allem eines: der Kurzfilm war schwarzweiß gedreht. Die Filmoberprüfstelle sah rot, alle anderen nur ein dunkelgraues Feld.

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ROT gestalten

Charlotte Tamschick (Tamschick Media +Space GmbH, Berlin) über die Gestaltungsidee zur Rauminstallation

Die Installation aus Licht, Klang und Filmkompilationen, die auf insgesamt elf großflächigen Leinwänden gezeigt werden, entführt die Besucher/innen auf eine Entdeckungsreise und spielt mit dem Immateriellen und Flüchtigen des Mediums Film. Wir arbeiten gestalterisch mit einer großzügigen Geste, die den Raum integrativ als Ganzes inszeniert und dem Medium Film als Exponat Raum schafft. Unser Grafikkonzept nimmt die Flüchtigkeit der Farbe konzeptionell auf.

Klare geometrische Flächen, teils transparent, teils opak, bestimmen das grenzenlos wirkende Raumbild um einen zentralen quadratischen „Red Room“, der umgeben ist von mehrschichtig angeordneten zarten Stoffbahnen in verschiedenen Rottönen. In regelmäßigen Abständen wird der gesamte Ausstellungsraum in rotes Licht taucht. Bei Einbruch der Dunkelheit strahlt das Rot aus dem Museumsgebäude in den Stadtraum. Die Filmkarten, die die Besucher/innen im Foyer erhalten, dienen als mobile Projektionsfläche zur eigenen, aktiven Erkundung roter Filmwelten.

Die ROT-Macherinnen

Interview mit den Kuratorinnen
Stefanie Plappert und Daria Berten

ROT. Eine Filminstallation im Raum konfrontiert die Besucher/innen mit Bewegtbild und Lichtspiel. Zahlreiche Filmausschnitte machen entlang der Themenfelder Figuren, Objekte, Räume, Effekte und Regie den vielfältigen Einsatz der Farbe Rot im Film erfahrbar.

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